Hebräisch-jüdische Kultur
Von festlichen Feiern und Schriftzeichen voller Tiefe
Jüdische und biblische Feste sind Thema einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Jahreslauf der Schöpfung, von Saat über Wachstum bis zur Ernte und den Ruhezeiten, aber auch mit der tiefen heils-/geschichtlichen Bedeutung jedes einzelnen Festes. Es eröffnen sich Einblicke in Traditionen und Segnungen, die über Generationen hinweg bis in unsere heutige Zeit hinein wirken.
»Abraham soll zu einem grossen und mächtigen Volk werden, und durch ihn sollen alle Völker der Erde Segen erlangen.« 1. Mose 18,18
Hebräische Buchstaben stehen für eine ganze Welt von interessanten Botschaften. Ein Buchstabe steht für ein ganzes Wort und ebenso für eine Zahl sowie für eine Fülle an Bedeutungen. Wer sich mit den Wurzeln der Sprache oder dem Alten Testament in seiner Urform beschäftigt, begegnet zwangsläufig dem Hebräisch. Es ist eine über 3000 Jahre alte, von rechts nach links geschriebene Konsonantenschrift mit 22 Buchstaben. Die Hebräer waren schon mit Schreibwerkzeugen vertraut, als in unseren Breitengraden noch mit dem Faustkeil hantiert wurde.
KUNSTPROJEKTE
Jüdische Feste
Für ein Kunstprojekt zu biblischen und jüdischen Festen kannst du dich hier bewerben. Die Kurse eignen sich für Schulen, Hort- und Jugendgruppen, Gesprächs- oder Bibelkreise. Einige Projekte werden in Kooperation mit dem Berend-Lehmann-Museum Halberstadt veranstaltet. Der Besuch des dortigen Jüdischen Museums zur Geschichte der Juden in Halberstadt und das anschließende gemeinsame Kreativsein in den historischen Schulräumen sind ein besonderes Erlebnis.
PURIM
Königin Esther
01. März 2026: 14–18 Uhr
Komm gern verkleidet
als Königin oder König.*
Konzept und Gestaltung:
Dorit Goedecke & Team
Alter: 6–12 Jahre
Begrenzte Plätze, bitte anmelden.
*Bitte kein Horror- oder Gruselkostüm, bitte auch keine Waffen mitbringen.
Einen kreativen Workshop für Kinder ab 6 Jahre gestaltet die Kunstakademie Harz am Vortag des jüdischen Festes zu Purim. Unter fachlicher Anleitung können interessierte Kinder eine Maske gestalten, eine Schriftrolle bauen, ein Portrait zeichnen, sich schminken lassen oder selber schminken und traditionell einer Purimgeschichte für Kinder lauschen. Die handelt vom Mut der persischen Königin Esther, die Jüdin war. Sie stand gegen das Unrecht ihrer Zeit auf und rettete dadurch das Leben ihres ganzen Volkes. Das Purimfest wird seit über 2000 Jahren als Erinnerung an dieses Ereignis gefeiert. Es basiert auf der biblischen Esther-Geschichte aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.
Ihren Standort in der Angersteinschen Villa würdigend – dem ehemaligen jüdischen Verleger- und Geschäftshaus von 1890 –, widmet sich sich die Kunstakademie Harz auch der Pflege hebräisch-jüdischer Kultur und Geschichte. Über verschiedene Wege der bildnerischen Gestaltung und Kunst können Kursteilnehmer Symbolik, Farben und Bedeutungen kennenlernen und heils-/geschichtliche Einblicke erhalten.
Ein Blick in die jüdische Kultur führt unmittelbar auch zu unseren eigenen kulturellen Wurzeln. Die Kurse sind gelebte Demokratie und ein Beitrag gegen Antisemitismus unter Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Harz und darüber hinaus.
Die Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kultur Sachsen-Anhalts.
80 Jahre Kriegsende?
Zeit für einen Wendepunkt.
80 Jahre nach dem historischen Neuanfang für unser geliebtes Deutschland haben wir eine wichtige Botschaft immer noch nicht verstanden.